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Bevölkerungsumfrage: Fragen rund um das Thema Stromeffizienz.

Eine im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz von der dena in Auftrag gegebene repräsentative Bevölkerungsumfrage hat interessante Ergebnisse zur Bedeutung der Stromeffizienz in der Bevölkerung sowie zum Kenntnisstand und zu den Wünschen der Verbraucher im Hinblick auf das Stromsparen hervorgebracht.

Bedeutung von Stromeffizienz.

Aus den Ergebnissen lässt sich ein großes Interesse der Verbraucher für das Stromsparen ableiten. Über 70 Prozent der Befragten geben an, dass der energieeffiziente Umgang mit Strom im Haushalt für sie eine hohe oder sehr hohe Bedeutung hat. Dabei fällt jedoch auf, dass älteren Deutschen der effiziente Umgang mit Strom noch wichtiger ist als jüngeren. Während rund 80 Prozent der über Vierzigjährigen dem Stromsparen eine hohe Bedeutung beimessen, sind es bei den jungen Erwachsenen von 16 bis 29 Jahren knapp 60 Prozent, die Energieeffizienz als wichtiges Thema bezeichnen.

Höhe der Einsparpotenziale.

Die Bevölkerung ist grundsätzlich gut darüber informiert, in welchem Sektor die höchsten Potenziale zum Stromsparen liegen. Über 50 Prozent der Befragten sehen das größte Stromsparpotenzial in privaten Haushalten anstatt in Industrie und Gewerbe oder im Dienstleistungssektor. Dies stimmt mit den Berechnungen der dena überein, wonach bis 2020 gegenüber 2003 in den privaten Haushalten Stromeinsparungen in Höhe von 22,5 TWh, im Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen von 11 TWh und im Industriesektor von 6 TWh möglich sind  (siehe Grafik).  Allerdings unterschätzen die meisten Befragten die Möglichkeiten, im Dienstleistungssektor Strom einzusparen.

Infografik

Informationen gewünscht.

Die Verbraucher wünschen sich mehr Informationen zu den Einsparpotenzialen und -möglichkeiten für Strom. Die Hälfte der Befragten fühlt sich nur durchschnittlich oder unzureichend darüber informiert, wie viel Geld sie durch einen effizienten Umgang mit Strom tatsächlich einsparen können. Laut Umfrage besteht der größte Informationsbedarf bei den Energieeinsparpotenzialen von Haushaltsgroßgeräten, Informations- und Kommunikationstechnik und beim Stand-by-Verbrauch elektrischer Geräte. Energiespartipps für diese Bereiche wünschen sich jeweils zirka 45 Prozent der Befragten. Rund 30 Prozent hätten gerne mehr Hinweise zum Energiesparen bei Umwälzpumpen in Heizungssystemen und der elektrischen Trinkwarmwasserbereitung.

Die Mehrheit der Befragten informiert sich am liebsten in den klassischen Medien Zeitungen und Zeitschriften sowie Fernsehen und Radio über das Thema Stromsparen. Das Internet und Broschüren sind ebenfalls beliebt. Jeweils knapp 50 Prozent der Befragten würden sich auch auf diesen Wegen Kenntnis zum Stromsparen verschaffen.

Verbraucherfreundliche Energieverbrauchskennzeichnung.

Hersteller und Händler sollen Angaben zum Stromverbrauch und zu den jährlichen Kosten der von ihnen angebotenen Produkte übersichtlich und leicht zugänglich ausweisen. Dies wünschen sich die Verbraucher, wie die Umfrage zeigt. Drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie für den Kauf eines neuen Elektrogeräts Informationen über dessen Stromverbrauch direkt am Produkt wichtig finden. Auch das Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung sieht vor, dass energieeffiziente Produkte unter Nutzung einer verbraucherfreundlichen Kennzeichnung in Zukunft stärker vermarktet werden.

Aus der Umfrage geht weiter hervor, dass standardisierte Kennzeichnungen, zum Beispiel das EU-einheitliche Energieverbrauchsetikett (EU-Label) für Haushaltsgeräte, oder Übersichten zu besonders energieeffizienten Geräten ebenfalls eine hohe Akzeptanz bei den Verbrauchern genießen. Auch Ratgeber mit Verbrauchertipps werden gerne zur Entscheidungsfindung für den Neukauf herangezogen.

Die Umfrage wurde von forsa im Auftrag der dena durchgeführt. Befragt wurden 1.015 deutschsprachige Privatpersonen ab 16 Jahre.

Die Ergebnisse der Umfrage können Sie  hier im Detail ansehen.


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